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UC 500 DSP: Möglichkeiten und Grenzen von Konferenz- und Umkodierungsdiensten

Definitionen

Softwarekonferenz: Standardkonferenzoption für UC500. Bei Softwarekonferenzen können Ad-hoc-Konferenzen mit drei Parteien gehalten werden; diese Funktion ist standardmäßig für maximal 8 Konferenzen aktiviert (8x3).


Hardwarekonferenz: Konferenzoption mit DSP zur Tonabmischung. Zwei Arten sind auf dem UC500 verfügbar: Ad-hoc und MeetMe. Wenn auf dem UC500 die Funktion für Hardwarekonferenzen aktiviert ist, sind ALLE Konferenzsitzungen (auch Dreierkonferenzen) hardwarebasiert.

  • Eine Ad-hoc-Konferenz ist eine ungeplante Konferenz. Sie kommt zustande, wenn die Teilnehmer über die Konferenz-Softtaste oder einen Zugriffscode eine dritte Partei in ein Gespräch aufnehmen. Die Ad-hoc-Initiatoren können der Konferenz Teilnehmer hinzufügen, Teilnehmer daraus entfernen oder löschen. Die Konferenz wird wieder zu einem normalen Anruf, wenn nur noch zwei Parteien verbleiben. An einer Ad-hoc-Hardwarekonferenz können maximal 8 Benutzer (je nach Konfiguration auch weniger) teilnehmen.
  • Eine MeetMe-Konferenz wird von einem Initiator über die MeetMe-Softtaste eingeleitet. Nur IP-Telefonnutzer können eine MeetMe-Konferenz beginnen. Wenn die Konferenz initiiert ist, kann jeder daran teilnehmen, und sich über die Konferenznummer (interne DN oder externe DID) einwählen. Darüber hinaus kann der Initiator der MeetMe-Konferenz Teilnehmer hinzufügen oder löschen. An einer MeetMe-Konferenz können maximal 32 Benutzer (je nach Konfiguration auch weniger) teilnehmen.

DSP,  Digitaler Signalprozessor: Ein DSP ist eine spezielle Hardwarekomponente zur Verarbeitung von digitaler Sprache für unterschiedlichste Funktionen wie Codec-Umwandlung (auch Umkodierung genannt, z. B. Umwandlung von G.711 in G.729), Tonabmischung (für Konferenzen), Sprachqualitätsverarbeitung (Echounterdrückung, Jitterbuffer usw.), Faxsignal-Demodulation (bei Fax- zu Faxübertragungen und auch bei Fax- zu E-Mail/E-Mail zu Faximplementierungen) und Sprachpaketerstellung (für die Übertragung über Paketnetzwerktechnologien wie VoIP).

PVDM2 (Packet Voice Digital Signal Processor (DSP)) :  Mikroprozessor in jedem UC500. Das DSP-Modul in einem UC500 ist eine nicht austauschbare Komponente. Das PVDM2 im UC500 verfügt über die folgenden Merkmale:

  • Der UC500 für 8 oder 16 Benutzer verfügt über ein (1) PVDM2-32, das zwei DSP umfasst.
  • Der UC500 für 24, 32, 48 oder 64 Benutzer verfügt über ein (1) PVDM2-64, das vier DSP umfasst.

DSP-Fakten

  • Jeder DSP kann 16 G.711-Sprachkanäle oder 8 G.729-Sprachkanäle unterstützen. Ein PVDM2-32 beispielsweise unterstützt daher 32 G.711-Sprachströme oder 16 G.729-Sprachströme. G.711-Anrufe und G.729-Anrufe können auf demselben DSP kombiniert werden. Dieses Leistungsmerkmal wird durch flexible Komplexität möglich. Beachten Sie, dass sich die Funktionen bei Hardwarekonferenzen unterscheiden. In der folgenden Tabelle finden Sie Beispiele hierzu.
  • DSP werden verwendet, wenn Anrufe über lokale Sprachports abgewickelt werden. Für einen SIP-Anruf von oder zu einem IP-Telefon ist kein DSP erforderlich, da Cisco IP-Telefone G.711- und G.729-Anrufe selbst beenden können. Wenn der SIP-Provider einen anderen Codec verwendet, muss am UC500 eine Umkodierung erfolgen, wofür eine DSP-Ressource erforderlich ist.
  • DSP-Kanäle werden beim Start den integrierten Sprachports am UC500 (einschl. dem MoH-Port) wie auch der Erweiterungskarte (mit Ausnahme der T1/E1 VIC, für die vor der Zuordnung von DSP zusätzliche Konfiguration erforderlich ist) zugeordnet.
  • Bei Hardwarekonferenzen kann ein DSP bis zu 64 reine G.711-Teilnehmer unterstützen (Single Mode) oder 16 G.711-/G.729a-/G.729-Teilnehmer (Mischmodus).
  • Für Hardwarekonferenzen ist ein ganzer DSP erforderlich, auch wenn das Produkt aus Sitzungen x Teilnehmer kleiner als 64 (oder 16 bei Beteiligung von G.729-Zweigen) ist.
  • Die Umkodierung kann ungenutzte Kanäle an einem DSP nutzen (die keinen der ermittelten integrierten Sprachports zugeordnet wurden). Da bei der Umkodierung eine Codec-Umwandlung stattfindet, werden immer mindestens zwei DSP-Kanäle benötigt (abhängig von der Codec-Komplexität ggf. auch mehr).
  • Das Cisco Unity Express-Modul (CUE) im UC500 unterstützt nur g.711ulaw. Das bedeutet, wenn der SIP-Trunk G.729 oder G711alaw verwendet, muss die Umkodierung konfiguriert werden.
  • PVDM2 können in einem der folgenden Komplexitätsmodi konfiguriert werden:

    • Hohe Komplexität: Dieser Modus unterstützt bis zu 6 Anrufe pro DSP und wird für Codecs wie G.723, G.728, G.729B, GSMFR, Modem-Relay usw. verwendet.
    • Mittlere Komplexität: Dieser Modus unterstützt bis zu 8 Anrufe pro DSP und wird für Codecs wie G.729A, G.726, Fax-Relay usw. verwendet.
    • Flexible Komplexität: Dieser Modus kann den verwendeten Codec-Typ ermitteln. Er kann bis zu 16 g711ulaw-Anrufe oder bis zu 8 Anrufe mittlerer Komplexität oder bis zu 6 Anrufe hoher Komplexität oder eine Mischung aus diesen unterstützen. Das ist die Standardeinstellung für UC 500.

In den folgenden Tabellen ist die DSP-Auslastung bei Kombination verschiedener Sprachfunktionen dargestellt. Beachten Sie, dass bestimmte Werte dynamisch sind und von Faktoren wie aktiven Anrufen, aktiven Sitzungen, installierten Ports usw. abhängen.

UC 520 8/16: Benutzer-DSP-Zuweisung

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UC 520 24/32: Benutzer-DSP-Zuweisung

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UC 520 48 (6BRI/12 FXO): Benutzer-DSP-Zuweisung

(Zum Vergrößern auf das Bild klicken)


UC 520 48 (T1/E1):Benutzer-DSP-Zuweisung

(Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

https://www.myciscocommunity.com/servlet/JiveServlet/downloadImage/102-5653-18-2067/620-339/48T1E1SKU.png

UC 540 8-32: Benutzer-DSP-Zuweisung (keine E1/T1 VIC)

(Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

UC 540 8-32: Benutzer-DSP-Zuweisung (E1/T1 VIC vorhanden)

Wenn eine VWIC2-MFT-T1/E1-Karte in den VIC-Steckplatz eingesetzt wird, gelten alle Nummern in der vorhergehenden Tabelle, jedoch ist nur ein (1) DSP für Konferenzschaltung belegt.

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